24. Januar 2014

Der Lidstrich - Eine Kunst für sich, oder?

Der Puls ist auf 180. Die Hand zieht leicht zitternd einen feinen schwarzen Strich aufs Lid am Wimpernkranz. Geschafft! Jetzt fehlt nur noch das kleine Schwänzchen, welches zu einem 50er Jahre Look gehört wie der rote Kussmund. Da beginnen auch schon die Probleme. Ist das eine Auge geglückt wird die andere Seite schief, zu dick oder zu geschwungen. Dann beginnt das Ausgleichen und mit etwas Mühe und Geduld hat man dann ein akzeptables Ergebnis. Oder auch nicht und das Ganze geht von vorne los.
Es ist eine Tatsache, dass er ohne Übung nur schwer zu bändigen ist - der Lidstrich.
Ich weiß schon nicht mehr wie oft ich ihn üben musste um ihn fast gleichmäßig hinzukriegen. Auch heute habe ich hin und wieder Schwierigkeiten.

Aber auch das Material spielt eine wichtige Rolle. Egal ob Flüssig- oder Geleyeliner oder Kajal, jede dieser Möglichkeiten bietet ein anderes Ergebnis. Ich bevorzugen den Geleyeliner. Er ist leicht zu korrigieren, hält dennoch bombenfest und es dauert ewig bis man ihn aufgebraucht hat. Der Haken: Ohne Pinsel läuft da nix! Und den Richtigen zu finden kann manchmal ganz schön schwer sein. Nehme ich einen abgeschrägten flachen Pinsel oder doch einen dünnen spitzen Pinsel?

Beim flüssigen Eyeliner ist es da doch einfacher, wenn man beachtet, dass er immer integrierte Spitze, Pinsel oder Applikator beinhaltet. Aber die Korrektur ist bei diesem Ding schon echt eine Herausforderung, die noch schwerer zu bewältigen ist als der Lidstrich selbst.

Der Kajal ist einfach in der Handhabung. Leicht zu korrigieren und hält für den halben Tag. Verschmiert jedoch leicht oder kriecht in die Lidfalte. Igitt! Also auch nicht zwingend ein Favorit von mir.

Wie gesagt: Ich komme am Besten mit dem Geleyeliner zurecht. Aber bis ich den richtigen Pinsel gefunden habe hat es gefühlte 100 Jahre gedauert.
Erst beim dritten Pinsel habe ich meinen Liebling gefunden. Ein ganz einfacher schlichter Pinsel von Manhattan für ein paar Euro.
Davor habe ich einen von Alverde verwendet. Kurze Zeit später war er ausgefrantzt und brachte nur noch unsaubere Linien hervor. Selbt wenn ich ihn angefeuchtet hatte standen die Pinselhärchen zu allen Seiten ab.
Mit abgeschrägten Pinseln komme ich überhaupt nicht klar. Ich hege große Bewunderung für die Damen, die damit ihren Lidstrich perfektionieren.

Und auch wenn man den Dreh heraus hat gelingt der Lidstrich nie so wie am vorherigen Tag. Oder geht es nur mir so? Ich habe spaßeshalber eine Woche lang meinen Lidstrich aufgenommen um ihn zu vergleichen und ich habe an meiner Technik nichts geändert.
Wie man sieht - jeden Tag anders und auch nicht immer zwingend gleichmäßig hihi.
Schaut selbst:

Und was gibt es jetzt? Genau! Lidstriche zum Aufkleben. Na Holla die Waldfee, wer hat sich denn das ausgedacht? Selbstverständlich nicht unter der Berücksichtigung, dass es unterschiedliche Augengrößen und Augenformen gibt.
Habt ihr das schon ausprobiert? Ich nicht. Ich bleibe lieber bei meinem Pinselchen.

Natürlich gibt es auch haufenweise Videos im Internet oder Schminkanleitungen, aber es dann doch noch mal selber zu probieren ist eine ganz andere Sache. 

Übung macht den Meister... oder?
Geht es Euch genauso und was habt ihr für Tipps? 

Bis bald,
Elinor